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In unserer Gemeinschaft tragen viele dazu bei, dass fachlicher Austausch, kollegiale Begleitung, diakonische Reflexion, geistliche Stärkung, Gottesdienst und Gebet stattfinden. Bei unseren Treffen entwickeln sich immer wieder neue Kontakte und Möglichkeiten gemeinschaftlichen Lebens.

 

  

Geistlicher Impuls von Pastorin Beldermann:

139. Nazareth Jahresfest am Sonntag Rogate, 1. Mai 2016, Zionskirche Bethel, Predigt zu 1.Tim 2, 1-6a

1So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, 2für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. 3Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, 4welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung,

 

„Nur nicht mit Kerzen und Gebeten“

„Wir waren auf alles vorbereitet, haben mit allem gerechnet, nur nicht mit Kerzen und Gebeten“, sagte Horst Sindermann vom SED-Zentralkomitee der DDR über die friedliche Revolution 1989.

Mal ehrlich! Rechnen Sie mit Kerzen und Gebeten? Ich rechne doch eher mit dem, was ich kann oder nicht kann, mit Chancen und Risiken, mit Geld und mit Einfluss. Politik und Gesellschaft rechnen eher nicht mit Gebeten. Die Diakonie? Die Kirche? Wahrscheinlich auch eher selten.

Und Sie Jubilarinnen und Jubilare: Wie oft haben sie in ihrem Dienst mit Gebeten gerechnet? Rechnete man vor 60 oder 50 Jahren noch mehr mit Gebeten als vor 25 Jahren oder heute?

Die Probleme des Timotheus

Und Timotheus, der Gemeindeleiter aus Ephesus so um die 100 n. Chr.?

Er hatte eine Menge Probleme in seiner Gemeinde:

Die Christen im römischen Reich wurden zu dieser Zeit noch nicht im großen Stile verfolgt, aber sie konnten jederzeit angezeigt werden. Dann wurden sie verhaftet und verhört, eingeschüchtert und bedroht. Viele seiner Gemeindeglieder erlebten das und hatten entsprechend große Angst, ihren Glauben zu zeigen.

In so einer gespannten Situation gab es viel Streit in der Gemeinde, um den richtigen Weg im Umgang mit der Gesellschaft. Die einen waren dafür, in der Gesellschaft zu leben, sich anzupassen und sich einzubringen. Die anderen wollten, dass sich die Gemeinde zurückzog, um abgesondert von der Welt ihren Glauben zu leben.

Auch Machtinteressen spielten, wie immer, eine Rolle: Wer war der bessere Gemeindeleiter? Wer hatte die Macht, seine Richtung durchzusetzen?

Ausgerechnet Gebete

In dieser Situation war ein Brief an die Gemeinde, geschrieben von einem Nachfolger des Apostels Paulus, von großer Bedeutung. Und dann das! „So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen.“

Mit allem hatte Timotheus gerechnet, nur nicht mit Kerzen und Gebeten. Der Brief hätte Schneisen schlagen können und Orientierung geben. Aber Gottesdienst und Gebet!?

Zumal seine Gemeinde immer betete, wenn sie sich zu Gottesdienst und Abendmahl versammelte: dass sie in Frieden leben konnten, dass sie verschont blieben vor Verfolgung, dass der römische Kaiser zur Einsicht käme.

Der Brief aber klang anders.

„Vor allem anderen betet für alle Menschen“ – ob sie Christen sind oder nicht, ob ihr sie kennt oder nicht,  ob sie euch unterstützen oder verfolgen. Betet für alle. Betet für den Kaiser und die Staatsbediensteten. Betet gerade für sie! Eine Herausforderung!

Betet für alle!

Und eine Zumutung! Denn sie, vor allem aber Ihr braucht das Gebet!

Wenn ihr euch die Menschen in Euren Fürbitten vor Augen führt, werdet ihr sie mit anderen Augen betrachten. Ihr werdet mit Gottes Blick auf sie schauen, der will, dass allen Menschen geholfen werde.

Wenn ihr im Gottesdienst für alle Menschen betet, werdet ihr merken, dass die Welt euch braucht: Euer Engagement für die ganze Gesellschaft, Eure Verantwortung für das Wohlergehen aller, Euren Standpunkt gegenüber Königen und Obrigkeit, Eure Diakonie, die keinen ausschließt.

Wenn ihr für alle Menschen betet, werdet ihr erkennen, wie sie von dem einen Gott erfahren können, und von dem einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus. In der Begegnung mit Euch können sie erleben, dass unser Gott Wahrheit und Erlösung will für alle. Das kann sie verändern.

Natürlich sollt ihr sie nicht zu Eurem Glauben zwingen. Wie solltet ihr das können! Aber nehmt sie im Gebet in den Blick und in Euer Herz, dann werdet ihr Ihnen von der Wahrheit sagen und dabei respektieren können, wenn sie eine andere Wahrheit haben.

 

Gibt es denn nichts Wichtigeres?

Wir haben uns in dieser Gemeinde und gestern in der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth mit dem Gottesdienst beschäftigt. Und viele mögen sich gefragt haben, ob es denn nichts Wichtigeres gebe zur Zeit, als über Gottesdienst und Beten nachzudenken.

 

Kirche rechnet mit mehr!

Wenn ich wirklich für Angela Merkel bete, werde ich nicht umhinkommen, dazu beizutragen, dass wir in diesem Land Wege finden, unseren Wohlstand zu teilen und mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zu leben.

Wenn wir ernsthaft für alle Menschen beten, die mit Pegida mitlaufen, werden wir ihre Befürchtungen hören müssen und dabei mutig für die Rechte aller eintreten.

Wenn ich tatsächlich die Kraft aufbringe, für die Menschen zu beten, die bösen Willens sind, dann sammle ich Kraft für die Schritte zur Versöhnung in der Welt.

Wenn Sie als Jubilare heute Gott Dank sagen für 25, 50, 60 vermutlich nicht immer ruhigen und stillen Jahre, werden Sie viel erinnern, was gut war, und entdecken, dass die Kraft für die Unruhe und den Kampf so manches Mal von Gott kam.  

Wir sind auf alles vorbereitet und rechnen mit allem, ganz besonders mit Kerzen und Gebeten. Amen.

"In einer Gemeinschaft zu sein bedeutet mit Menschen in einem Netzwerk sicher verbunden zu sein."

Mareike R.


Nazareth-Leporello: » Was kann aus Nazareth Gutes kommen? Komm und sieh es! « - [pdf]-Datei öffnen

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